Am 25. Oktober 2013 bin ich 34 Jahre alt geworden. An diesen Geburtstag, der sich zu einem ganzen Geburtstagswochenende ausdehnte, habe ich viele schöne Erinnerungen. Ich habe das erste Mal nicht in Berlin, sondern in Braunschweig gefeiert. Und meine ganze Familie reiste dazu aus Berlin an.
Dieser Großbesuch erforderte einige Vorbereitungen. Putzen zum Beispiel. Jede Menge Betten beziehen. Und den Kühlschrank aufstocken.
Am Tag vor meinem Geburtstag reiste schon eine erste Delegation an Besuchern an. Meine Schwester, meine Omi und dieser kleine Mann hier, der so eine aufregende Anreise gehabt hatte, dass er direkt im Sitzen einschlief.
Am Morgen meines Geburtstages erwarteten mich drei Frühstücksgäste und ein schöner Geschenketisch.
Dem Anlass entsprechend holten wir unsere Geburtstagsbrillen heraus. Alle Mann.
Nach dem Frühstück halfen mir meine Omi und Franzi bei den Vorbereitungen für die weiteren Geburtstagsfeierlichkeiten.
Aber da ich ja schließlich Geburtstag hatte, ließen wir irgendwann Arbeit Arbeit sein. Und Krümel und die Eulen an der Tür zurück. Um uns auf den Weg zum Kaffee trinken ins schöne Riddagshausen zu machen. Ein paar Fahrminuten von meiner Wohnung entfernt.
Danach ging es zurück zu mir, denn Änk und Hanni hatten sich noch als abendlicher Geburtstagsbesuch angekündigt.
Dafür wurden natürlich wieder die Geburtstagsbrillen ausgepackt.
Am nächsten Morgen reisten dann die restlichen Partygäste an. Zuerst meine Eltern.
Dicht gefolgt von den Teglern. Damit waren wir dann komplett.
Das Buffet wurde eröffnet.
Nachdem dann alle satt und zufrieden waren,
ging es in den Braunschweiger "Arche Noah" Zoo. Einem der schönsten Zoos überhaupt. Privat betrieben, klein und mit viel Liebe zum Detail angelegt.
Tamino überlegte, an welche Tiere er seine gekaufte Snacktüte loswerden könnte.
Der Waschbär schien sehr interessiert zu sein.
Meine Tante Lilo und Valentin kümmerten sich derweil um Kamele und Esel.
Das lange Laufen fiel meiner Omi schon seit einigen Jahren schwer. Deswegen legte sie des Öfteren mal eine Sitzpause ein. Wie hier. Und beobachtete von dort aus die Tiere. Für die sie immer viel übrig hatte.
Meine Omi und meine (Groß)Tante Lilo. Hier 80 und 78 Jahre alt. Kaum zu glauben, finde ich.
Tamino und Valentin stürzten sich aufs Trampolin und die Motorräder.
Die anderen sonnten sich.
Danach spazierten wir weiter durch den Zoo.
Meine Omi. Wieder in der Sitzpause.
Fachgespräche. Im herbstlich gefärbten Zoo.
Und noch eine kleine Kletterpartie. Nicht nur für die Kleinen. Sondern auch für Franzi und mich.
Und irgendwann am Abend begannen wir dann, unsere Schlaflager für die Nacht aufzubauen. 10 Menschen. In drei Zimmern. Meine Tante Lilo, Silke, Maria und Valentin machten sich im Wohnzimmer breit. Meine Omi, Franzi, Tamino und ich richteten uns im Schlafzimmer ein. Und meine Eltern logierten im Gästezimmer.
Als alle Betten hergerichtet waren, ging es in meiner Wohnung zu wie im Ferienlager. Menschen in Schlafanzügen liefen schnatternd hin und her. Schlafstätten wurden ausprobiert und für gut befunden. Und im Bad war Stau - bzw. eine Schlange an der Tür.
Irgendwann kehrte dann aber Ruhe ein.
Irgendwann kehrte dann aber Ruhe ein.
Obwohl, das mit der Ruhe war auch bald wieder vorbei. Zumindest im Schlafzimmer. Wo ich schlief. Mit Franzi, meiner Omi und Tamino. Denn meine Omi schnarchte dermaßen laut, dass ich mir irgendwann, kurz vorm Ausflippen, nicht mehr anders zu helfen wusste, als das Zimmer zu verlassen. Weil ich einfach kein Auge zumachen konnte. Aber da ja alle Räume bereits besetzt waren, blieb mir nichts anderes mehr übrig, als mich in die Küche auf den Fußboden zu legen. Wo ich dann auch tatsächlich einschlief. Und denen, die am nächsten Morgen als erstes durch die Wohnung liefen, einen lustigen Anblick bot. Meiner Omi tat es am nächsten Tag furchtbar leid, dass sie uns vom Schlafen abgehalten hatte ... denn Franzi war es nicht viel besser ergangen als mir. Aber wohin hätte sie denn noch flüchten sollen? Nachdem ich den Küchenboden besetzt hatte.
Das Wetter war wieder herbstlich schön. Am nächsten Tag.
Also beschlossen wir, noch einmal nach Riddagshausen zu fahren, bevor sich die Berliner wieder zurück auf den Weg in die Hauptstadt machen würden.
Rot in Rot. Der Urenkel und die Uromi.
Silke am Fischteisch. Ohne Fische. Und ohne Wasser.
Und dann die Abfahrt. Nach Berlin. Nach einem tollen Wochenende. Mit der gesamten Familie. In Braunschweig. Zum ersten Mal komplett angereist. Nur Anton fehlte leider. Da er arbeiten musste. Das war mein Geburtstag. Damals. 2013.
Ich habe nie einen Geburtstag von meiner Omi verpasst. Und sie nie einen von meinen. In diesem Jahr aber war alles anders. Im August wäre meine Omi 82 Jahre alt geworden. Und wir mussten diesen Tag ohne sie verbringen.
Und nun hatte ich Geburtstag. Heute vor drei Wochen. Und das war der erste Geburtstag in meinem Leben, an dem meine Omi mir nicht gratuliert hat. Und an dem sie mich nicht am Morgen angerufen hat, um mir schon mal alles Gute zu wünschen - obwohl wir uns am Nachmittag sowieso immer sahen.
Und an dem sie mir keine voll beschriebene Karte übergeben hat, die in einem Briefumschlag steckte, auf dem in ihrer unverkennbaren Handschrift "Geburtstagskind Nadine" drauf stand.
Und am liebsten hätte ich ihn ausfallen lassen. Meinen Geburtstag. Aber dann habe ich doch ein bisschen gefeiert. Aber nicht in Berlin. Oder in Braunschweig. Sondern ich habe mir einen Ausflug gewünscht. Nach Linum. Einem kleinen Dorf in Brandenburg. Durch das im Herbst die Kraniche ziehen. Auf ihrem Weg in den Süden.
Neben unzähligen Kranichen gibt es in Linum auch unendlich viele Kürbisse.
Meine zwei kleinen Sonnen. Maxina und Tamino.
Maria und ich. 15 und 36 Jahre alt. Der Altersunterschied ist kaum zu erkennen ;-).
Die Älteste von uns. Mit dem Nachwuchs.
Nachdem wir eine Weile durchs Dorf spaziert waren, machten wir eine Pause, für Snacks und Getränke.
Einen Geburtstagskuchen gab es auch. Fast ganz alleine von Tamino gebacken.
Drei Katzen.
Tamino trägt die Geschenke. Und wir kehrten ein. Zum Essen. Und Auspacken.
Und danach ging es aufs freie Feld. Zum Kraniche beobachten. Im Sonnenuntergang.
Ein großer und fröhlicher Kranich. Und ein paar kleine im Hintergrund.
Unser erstes Familienfoto. Mit Maxina. Aber ohne meine Omi. Ich wünschte, sie wäre auch auf dem Bild.
(Anton fehlt auch. Auch wenn er da war. Nur musste sich ja einer erbarmen, das Foto zu machen.)
Und dann war er vorbei. Mein Geburtstag. Und darüber war ich auch ganz froh. Eigentlich war es ein sehr schöner Tag. Aber es war auch schwer für mich, und ich war sehr nahe am Wasser gebaut. Mein Handy hatte ich auf lautlos gestellt. Und ich bin den ganzen Tag nicht ans Telefon gegangen, obwohl es oft geklingelt hat.
Als ich Britta davon erzählte, meinte sie, dass sie das gut verstehen kann. Und das es einfach nicht mehr dasselbe ist. In jeglicher Hinsicht. Ohne meine Omi. Und da hat sie sehr recht.
Als ich ein paar Tage später mit Steffi über meinen Geburtstag sprach, sagte sie, dass es zwar der erste Geburtstag ohne meine Omi gewesen sei - dafür aber auch der erste mit Maxina. Und wie schön das sei, dass es Maxina jetzt gibt. Und auch das ist natürlich so sehr wahr.
Nun ist das Jahr fast herum. Und wir haben alle Familiengeburtstage gefeiert. Das erste Mal ohne meine Omi. Zuletzt den von meinem Vater. Am Abend davor war ich mit Tamino bei meinen Eltern. Tamino wollte wissen, wer am nächsten Tag alles zum Feiern kommen würde. Nachdem alle Gäste aufgezählt worden waren, sagte Tamino: "Weißt Du, ich finde es traurig, dass Omi Inge nicht mehr zu Opis Geburtstag kommen kann."
Ich auch Tamino. Ich auch.
Vielleicht wird nächstes Jahr alles ein wenig leichter. Der Alltag ist es schon. Wirklich. Aber Geburtstage und Feiertage - das ist eine ganz andere Geschichte.































































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